Wer vor der Einführung einer Instandhaltungssoftware steht, sieht sich mit einer Vielzahl von Lösungen und Softwarekategorien konfrontiert. Neben der Unterscheidung der Kategorien geht es um Funktionen, Kosten, Integrationsfähigkeit und die Frage: Was passt wirklich zur eigenen Instandhaltungsorganisation?
CMMS steht für Computerized Maintenance Management System. In die deutsche Sprache übertragen bedeutet das computergestütztes Instandhaltungsmanagementsystem, oder freier und etwas kürzer Instandhaltungssoftware.
Ein CMMS ist auf den operativen Betrieb der Instandhaltung an technischen Anlagen und Maschinenparks ausgelegt. Das System unterstützt u.a. Prozesse wie Störmeldungen, Auftragsmanagement, präventive Wartungspläne, Ersatzteilmanagement, Dokumentation und mobile Arbeitsaufträge.
Ein Enterprise Asset Management (EAM) System betrachtet den gesamten Maschinenlebenszyklus vom Einkauf, über Betrieb, Wartung und Retrofit bis hin zum Risikomanagement und zur Entsorgung. Ein CMMS bzw. dessen Funktionen können Bestandteil eines EAM Systems sein.
Im Unterschied zum CMMS liegt der Schwerpunkt von CAFM Systemen (Computer Aided Facility Management) auf gebäudebezogenen Prozessen wie Raum- und Schlüsselverwaltung, Reinigung, Wartung von gebäudetechnischen Anlagen und Flächenanalysen.
Enterprise Resource Planning (ERP) Systeme dienen dazu, unternehmensweite Geschäftsprozesse wie Einkauf und Beschaffung, Lager, Produktion, Personal sowie Finanzen in einer gesamtheitlichen Umgebung zu verwalten. Viele dieser Systeme enthalten auch Module zur Abbildung von Instandhaltungs- und Wartungsprozessen.
Die Wahl des passenden Systems ist nicht leicht. In erster Linie sollte sich die Entscheidung an konkreten Anforderungen der Instandhaltung orientieren. Auch die Einbindung in bestehende ERP- oder Unternehmenssysteme kann, je nach Organisation, IT-Strategie und Standortstruktur, eine Rolle spielen.
Bevor eines der beschriebenen Systeme in die engere Auswahl kommt, lohnt sich ein Blick auf die übergeordneten Treiber für die Digitalisierung von Instandhaltungsprozessen.
Die Digitalisierung von Instandhaltungsprozessen ist einer der wichtigsten Hebel, um technische Anlagen produktiver, ausfallsicherer und wirtschaftlicher zu betreiben. Dabei stehen je nach Branche, Unternehmensgröße und Reifegrad ganz unterschiedliche Ziele im Vordergrund. Typische Treiber für die Einführung digitaler Instandhaltungslösungen sind:
durch strukturierte Störmeldungen und schnellere Reaktionszeiten
durch besser geplante Wartungs- und Instandhaltungs-maßnahmen
insbesondere bei älteren Maschinen und Investitionsstau
z. B. durch Analyse von Störgründen, MTTR oder Ersatzteilverbräuchen
durch mobile Arbeitsaufträge, digitale Anleitungen, schnellere Informationssuche und weniger Papierarbeit oder Excel-Listen
und Wissenssicherung trotz Generationenwechsel
durch präventive Wartung, optimierten Ressourceneinsatz und geringere Stillstandszeiten
durch unternehmensweit einheitliche Prozesse und Instandhaltungslösungen
Eine Instandhaltungssoftware entfaltet ihren vollen Nutzen nur dann, wenn sie auf die tatsächlichen Arbeitsabläufe und Anforderungen der beteiligten Personen abgestimmt ist. Deshalb ist es wichtig, frühzeitig zu definieren, wer das System nutzt und mit welchem Ziel. Denn je nach Abteilung, Rolle und Aufgabenbereich unterscheiden sich auch die Anforderungen an die Software deutlich. Typischerweise sind nachfolgende Gruppen beteiligt.
Auch wenn viele Personen mit der Software arbeiten, bedeutet das nicht, dass alle denselben Funktionsumfang benötigen. Ein Maschinenbediener kann beispielsweise Störungen melden oder soll auf bestimmte Anleitungen zurückgreifen können, um im Sinne einer autonomen Instandhaltung einfache Wartungsarbeiten zu übernehmen.
Welche Rollen welche Funktionen tatsächlich benötigen, sollte demnach frühzeitig und im Hinblick auf Lizenzen, Schulungen und Gesamtkosten definiert werden. Ein durchdachtes Rollenkonzept hilft dabei, realistisch zu planen und unnötige Komplexität zu vermeiden.
Welche Softwarefunktionen braucht eine Instandhaltung am Beispiel des Maintastic CMMS
Im Folgenden sind die Funktionen aufgeführt, die sich bei Kunden in der Praxis als zentral für ein modernes Instandhaltungsmanagement erwiesen haben.
Verknüpfungen zu Wartungsplänen, Arbeitsaufträgen, Handbüchern, Ersatzteilen und Checklisten sowie Aufbau einer Reparatur- und Wartungshistorie.
NUTZEN:
Weniger Suchaufwand, bessere Planung und Nachverfolgbarkeit von Maßnahmen
Störungen können mit Videos und Bildern angereichert, kategorisiert, priorisiert und zugewiesen werden.
Rückmeldungen erfolgen über die CMMS App.
NUTZEN:
Schnellere Reaktionsfähigkeit und kürzere MTTRMean Time to Repair
NUTZEN:
Höhere Anlagenverfügbarkeit, erhöhte MTBFMean Time Between Failures
NUTZEN:
Klarere Prioritäten und Abläufe im Instandhaltungsalltag
Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Prüfprotokolle oder Checklisten können direkt im Arbeitsauftrag eingebettet werden.
Ideal für einfache und wiederkehrende Maßnahmen, die von Maschinenbedienern übernommen werden können.
NUTZEN:
Ausfallrisiken senken und Stillstand verkürzt
Mobiler Zugriff auf wesentliche Funktionen. Dazu gehören: Störungen melden, Aufträge abarbeiten, Rückmeldungen erfassen, Checklisten abhaken,
Fotos und Videos anhängen oder die Maschinenhistorie einsehen.
NUTZEN:
Weniger Laufwege, kürzere MTTAMean Time to Acknowledge und MTTR
Per Live-Video & Chat mit Maschinenherstellern im Kontext von Maschinen, Meldungen und Abreitsaufträgen zusammenarbeiten.
NUTZEN:
Schnellere Problemlösung und reduzierte Ausfallzeiten
Zustände mit IoT-Systemen überwachen & Tickets automatisch erstellen
NUTZEN:
Verbesserte Reaktion auf potenzielle Ausfälle, verkürzte MTTA und MTTR
Automatisierte Übertragung von Stammdaten, Aufträgen und Dokumentationen.
Integration technischer Plätze und Produktbäume per API aus SAP.
NUTZEN:
Konsistente Daten und medienbruchfreie Prozesse
Fehlermeldungen per Sprache erfassen und bei Bedarf automatisch übersetzen lassen.
Informationen leichter finden und Lösungsvorschläge aus historischen Wartungs- und Betriebsdaten sowie technischer Dokumentation erhalten.
NUTZEN:
Höhere Datenqualität bei Meldungen und schnellere Problemlösung
Flexible Systemkonfiguration über individuelle Eingabemasken und Pflichtfelder für Tickets sowie Arbeitsaufträge.
Vergabe von Berechtigungen und Rollen für externe und interne Nutzer.
NUTZEN:
Höhere Nutzerakzeptanz und klare Zuständigkeiten
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Das Modell hilft Projektteams, die emotionale Dynamik im Blick zu behalten und gezielt mit Kommunikation, Schulung oder Pilotphasen darauf zu reagieren.
Während Streich auf individuelle Reaktionen fokussiert, legt John P. Kotter den Schwerpunkt auf die organisatorische Steuerung von Veränderungsprozessen in 8 Stufen:
Warum ist jetzt der richtige Zeitpunkt, Prozesse zu verbessern?
Wer treibt das Projekt? Wer überzeugt andere?
Welche Ziele werden mit der Software verfolgt?
Frühzeitig, transparent und wiederholt
Barrieren abbauen, Schulungen anbieten, Feedback einholen
Pilotbereiche, erste Kennzahlen
Prozesse, Rollen, Verantwortlichkeiten festlegen
Feedback aufnehmen, System iterativ weiterentwickeln
Wer die Akzeptanz von Anfang an sichern will, bindet alle relevanten Personen frühzeitig ein. Bewährt haben sich u. a.:
Die Einführung einer Instandhaltungssoftware ist mit Aufwand und Kosten verbunden, doch der Nutzen übersteigt diese Investition meist deutlich. Bereits innerhalb von 6 bis 18 Monaten kann sich, abhängig von Ausgangslage, Unternehmensgröße und Zielsetzung, ein positiver Return on Investment (ROI) einstellen.
Typische quantitative Effekte lassen sich durch Kennzahlen wie MTTR, OEE oder eine reduzierte Stillstandsdauer belegen. Auch die effizientere Nutzung von Personal und Ersatzteilen trägt zur Wirtschaftlichkeit bei.
Daneben gewinnen qualitative Effekte zunehmend an Bedeutung, wie die Sicherung von technischem Wissen durch digitale Dokumentation und KI-gestützte Wiederbereitstellung (z. B. über einen Chatbot), die Entlastung von Fachkräften durch mobile Arbeitsaufträge, eine bessere Reaktionsfähigkeit (MTTA) und Abstimmung zwischen Produktion, Instandhaltung und externen Partnern oder Lieferanten sowie skalierbare und standardisierte Abläufe über mehrere Standorte hinweg.
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