Die Ticketerstellung in der Instandhaltung befindet sich in vielen Unternehmen im Wandel. Als Teil der reaktiven Instandhaltung, die häufig eine zeitsensitive Angelegenheit darstellt, zählt hier jede Sekunde. Fällt eine Anlage aus, fehlt sie in der Produktion und führt im schlimmsten Fall zu weiteren Ausfällen. Gerade in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) ist das ein entscheidender Faktor.
Lesen Sie in diesem Artikel, wie Ihnen der KI-Agent in der
In Deutschland nutzen rund 57 % der Deutschen über 16 Jahren Sprachassistenten im Alltag, 97 % davon rein über das Smartphone für Suchanfragen, Informationsanfragen oder Ähnliches.1 Doch was genau sind Sprachassistenten eigentlich und an welcher Stelle, und vor allem in welcher Form, kommt KI ins Spiel?
Sprachassistenten begegnen uns im Alltag bereits in vielen verschiedenen Situationen. Siri oder Alexa aber auch die Sprachsteuerung in unseren Autos sind sicherlich die bekanntesten Anwendungen, die regelmäßig genutzt werden. Doch was genau ist ein Sprachassistent eigentlich?
Sprachassistenten sind Dialogsysteme. Sie verstehen, was wir aussprechen und setzen unsere Anfragen auf Basis von voreingestellten Daten um, wie beispielsweise die Erstellung einer Einkaufsliste, das Setzen eines Timers oder die Frage, wie warm es heute wird. Sie reagieren damit auf vorher festgelegte Schlagwörter mit einer exakten Antwort mit Hilfe verknüpfter Dienste oder Funktionen auf unsere Fragen. Dadurch werden die Geräte gesteuert, ohne sie in die Hand nehmen oder die aktuelle Tätigkeit unterbrechen zu müssen.2
Künstliche Intelligenz bringt nun den Sprachassistenten in eine neue Liga. So reagieren KI-Sprachassistenten ebenso auf das gesprochene Wort, können dies jedoch auf eine komplexere Art verarbeiten. Während herkömmliche Sprachassistenten nur auf spezifische Schlagwörter reagieren, ermöglicht es KI, Zusammenhänge in natürlicher Sprache und den Kontext zwischen mehreren Anfragen aufrecht zu halten und zu verarbeiten. Dabei nutzt sie Large Language Modelle und analysiert den Kontext zu dem, was ihr diktiert wurde. Dadurch wird das Ergebnis zielsicher und in Sekundenschnelle ausgegeben – entsprechend dem Bedarf des Nutzers und der Aufgabe, die der KI Sprachassistent erfüllen soll.
Von seltsamen Geräuschen, über Fehlercodes, bis hin zum kompletten Ausfall von Maschinen und Produktionsanlagen – Störungen, egal welcher Art, lassen sich im laufenden Betrieb nicht komplett vermeiden. In der reaktiven Instandhaltung ist dabei besonders wichtig, dass die Ticketerstellung schnell erfolgt, um langfristige Ausfälle zu verhindern.
Doch selbst wenn ein mobiles Endgerät mit digitalem Ticketsystem an der Anlage zur Verfügung steht, beispielsweise ein Tablet oder ein Smartphone, kann es Hindernisse für eine schriftliche Ticketerstellung geben. Sind die Hände vom Arbeiten stark verschmutzt oder stecken aufgrund von Arbeitssicherheit in Handschuhen, kann auch das den Prozess behindern.
Ein letzter Faktor, und wahrscheinlich der wichtigste, ist der Detailgrad des Tickets. Muss im laufenden Betrieb schriftlich ein Störfall gemeldet werden, ist selten ausreichend Zeit vorhanden, das Ticket so ausführlich wie möglich zu formulieren und jedes Detail der Störung zu erfassen, um dem Instandhaltungsteam ausreichend Informationen zur Vorbereitung der Störungsbehebung zu liefern.
Selten lassen sich ein Störfall und die Umstände seines Auftretens mit nur 38 Wörtern vollständig beschreiben. Dauert bereits ein so kurzer Text etwa eine Minute, wird schnell deutlich, wie zeitaufwendig die Erstellung einer detaillierten Störmeldung sein kann. Im Arbeitsalltag fehlt dafür jedoch meist die Zeit.
In Industrieunternehmen arbeiten Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Sprachräumen zusammen. Entsprechend ist häufig Englisch die gemeinsame Unternehmenssprache. Auf diese Weise ist eine einheitliche Kommunikation gesichert. Dennoch kann es in vielen Fällen einfacher sein, Störmeldungen in seiner Muttersprache aufnehmen zu können. Hier ermöglicht der Einsatz von KI-Agenten in der Spracherfassung eine reibungslose Übersetzung in die hinterlegte Zielsprache.
Es ist kurz nach Schichtbeginn. An einer Produktionslinie zeigt eine Pumpe auffälliges Verhalten – ungewöhnliche Vibrationen, begleitet von einem metallischen Geräusch. Der Anlagenführer bemerkt die Störung sofort, hat aber weder die Qualifikation noch den Auftrag, selbst einzugreifen. Er muss ein Ticket erstellen, damit die Instandhaltung informiert wird und jemand zur Maschine kommt.
Der KI-Sprachassistent verarbeitet diese Aussage und erstellt daraus ein strukturiertes Ticket – inklusive Anlagenreferenz, Fehlerbeschreibung, Prioritätseinstufung, ggf. Übersetzung in eine Zielsprache und Zeitstempel. Der Anlagenführer sieht das Ergebnis auf seinem Mobilgerät, fügt evtl. noch Fotos oder Videos vom Fehlerbild hinzu, prüft es kurz und bestätigt die Meldung mit einem Klick.
Das Ticket ist vollständig, sofort im System sichtbar und direkt der richtigen Anlage zugewiesen – noch bevor der Anlagenführer seinen Platz verlassen hat. Die Instandhaltung wird benachrichtigt und kann die Priorität bewerten, bevor überhaupt jemand zum Telefon greift.
Schichtübergaben sind in der Instandhaltung kritische Momente. Was die Frühschicht in zwölf Stunden beobachtet, bewertet und begonnen hat, muss vollständig und korrekt bei der Spätschicht ankommen. In der Praxis passiert das häufig mündlich, auf Zuruf oder mit handschriftlichen Notizen – und damit fehleranfällig.
Typische Probleme bei klassischen Übergaben:
Die Voice-to-Ticket Technologie schafft hier eine einfache Lösung: Der Techniker am Ende seiner Schicht spricht seine offenen Punkte direkt in das System – im Gehen, auf dem Weg zum Umkleideraum, ohne PC oder Formular.
Das erstellte Ticket ist sofort für die Spätschicht sichtbar, vollständig dokumentiert und der richtigen Anlage sowie dem zuständigen Team zugewiesen. Die Übergabe findet nicht mehr zwischen zwei Personen statt – sie findet im System statt, nachvollziehbar und unabhängig davon, wer als Nächstes die Schicht übernimmt.
Das Ergebnis: Kein Wissen geht verloren. Kein Symptom wird übersehen, weil es „nur mündlich erwähnt“ wurde. Und die Folgeschicht startet nicht bei null, sondern mit einem vollständigen Bild.
Voice-to-Ticket bietet hier einen Ansatz, der so niedrigschwellig ist, dass er tatsächlich genutzt wird: Der erfahrene Mitarbeiter erstellt ein Ticket vom Typ „Wissensartikel“ – direkt an der Anlage, per Sprache, ohne Formular und ohne IT-Kenntnisse.
Das erstellte Ticket ist dauerhaft im System gespeichert, der Anlage direkt zugeordnet und für alle berechtigten Mitarbeiter einsehbar. Neue Kollegen, Instandhaltungsleiter und Schichtverantwortliche haben ab diesem Moment Zugriff auf eine Information, die vorher ausschließlich an eine Person gebunden war.
Das ist kein Ersatz für strukturiertes Wissensmanagement – aber es ist ein realistischer erster Schritt in Betrieben, in denen für aufwendige Dokumentationsprozesse schlicht keine Zeit ist. Die Hürde ist so gering wie möglich: sprechen, bestätigen, fertig. Das Wissen bleibt. Die Person kann in Rente gehen.
Mit diesen Einsatzmöglichkeiten bringt die KI-Ticketerstellung gerade für KMU viele Vorteile.
Das Ticket wird nach Speichern ebenso direkt in der Webansicht der Software abgebildet und ist so dort für den Instandhaltungsleiter und das Instandhaltungsteam, sowohl im Ticketbereich als auch in der Anlagenübersicht einsehbar.
Wer Sprache in einem Unternehmen digital erfasst, stellt sich zu Recht die Frage, was mit diesen Daten passiert. Bei sprachgesteuerten Systemen im industriellen Umfeld sind drei Punkte entscheidend: Was wird gespeichert, wie lange wird es gespeichert und wer hat Zugriff darauf. Maintastic speichert nicht die Audioaufnahme selbst, sondern ausschließlich das daraus erzeugte, strukturierte Ticket – die Sprache ist ein Eingabemedium, kein Archivformat. Was im System verbleibt, ist die Information, nicht die Aufnahme.
Im Zuge dessen ist ein weiterer Faktor abzugrenzen, wie KI eingesetzt wird und wie sie aufgebaut und gehostet wird. Viele haben dabei aktuelle Entwicklungen und Schlagzeilen vor Augen, die vor allem im Alltag genutzte KI-Programme wie ChatGPT oder auch Gemini von Google betreffen. Wichtig zu beachten ist, dass dies öffentlich genutzte KI-Systeme sind. Das bedeutet, dass jeder Nutzer mit seinen Eingaben das Large Language Modell (LLM) nutzt und auch mit jeder Eingabe und Ausgabe weitertrainiert. Das ist für ein Arbeitsumfeld mit sensiblen Daten sicherlich nicht in jedem Fall die richtige Anwendung.
Der Gedanke des Einsatzes von KI-Agenten in diesem Kontext ist vor allem der, dass sie zeitintensive Aufgaben von Produktionsmitarbeitern und Technikern erleichtern. Dazu zählt in erster Linie die Vereinfachung von Prozessen, die vorher umfangreich und händisch von Mitarbeitern durchgeführt und geprüft wurden. Darunter fällt nicht nur die Aufnahme von Störmeldungen mit der Voice-to-Ticket-Technologie, sondern auch Dinge, die daraus resultieren, wie die Priorisierung von Tickets, die Aufteilung von Aufgaben und die Vorbereitung der Maßnahmen zur Störungsbeseitigung. Auf diese Weise können alle beteiligten Mitarbeiter ihre Arbeitszeit passend strukturieren und sich schnell wichtigen Dingen widmen, während sie zuvor einen Großteil ihrer Arbeit mit dem manuellen Erstellen von Tickets in ERP-Systemen sowie mit der umständlichen Organisation von Anfragen verbrachten.
Ein Punkt, der viele sicherlich ebenso im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz beschäftigt, ist die Kontrolle der Daten. Bei den meisten KI-Sprachassistenten wird das Ergebnis ystrong>vor Speicherung noch einmal zur Übersicht abgebildet, sodass die Inhalte manuell überprüft und vor allem angepasst werden können. Mit diesem als “Human-in-the-Loop“ bezeichneten Mechanismus bleibt die Kontrolle komplett bei den Mitarbeitern.
CMMS von Maintastic – Mehr als nur ein Ticketsystem
Verwaltung von Maschinen, Anlagen oder Komponenten inklusive Stammdaten, Seriennummern und Standortinformationen.
Übersicht aller offenen, laufenden und erledigten Aufträge inklusive Status, Fristen und Rückmeldungen.
Bereitstellung von Checklisten, Prüfprotokollen oder Wartungsanleitungen für standardisierte Arbeitsabläufe zur autonomen Instandhaltung.
Per Live-Video & Chat mit Maschinenherstellern im Kontext von Maschinen, Meldungen und Abreitsaufträgen zusammenarbeiten.
Mobiler Zugriff auf wesentliche Funktionen. Dazu gehören: Störungen sprachgesteuert mit KI melden, Aufträge abarbeiten, Rückmeldungen erfassen, Checklisten abhaken oder die Maschinenhistorie einsehen.
Zustände mit IoT-Systemen überwachen & Tickets automatisch erstellen im Zuge der vorausschauenden Instandhaltung.
Automatisierte Übertragung von Stammdaten, Aufträgen und Dokumentationen.
Flexible Systemkonfiguration über individuelle Eingabemasken und Pflichtfelder für Tickets sowie Arbeitsaufträge.
Nehmen Sie Kontakt mit uns auf und erfahren Sie, wie die KI-Ticketerstellung in Ihrem Unternehmen unterstützen kann. In einer persönlichen Tour durch unsere Software zeigen wir Ihnen zusätzlich, wie Maintastic zu weiteren Anforderungen passt. Oder starten Sie direkt selbst mit einem 14-tägigen kostenlosen Testzugang.